150 Bürgerinnen und Bürger diskutieren mit Thomas Oppermann

Das Interesse an der Veranstaltung „Zuhören und handeln“ mit Thomas Oppermann, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und Hiltrud Lotze, Bundestagsabgeordnete für Lüchow-Dannenberg und Lüneburg, war groß. Rund 150 Besucherinnen und Besucher kamen zur politischen Diskussion in die Lüneburger KulturBäckerei.

Bild: Lajos A. Sperling

Thomas Oppermann, der auf Einladung von Hiltrud Lotze nach Lüneburg gekommen war, machte zunächst Lüneburg ein Kompliment: „Das ist eine Stadt, die glücklich macht.“ Von dem großen Interesse an der Veranstaltung und somit an der Politik der SPD war er beeindruckt.

In seiner Einstiegsrede klopfte Oppermann die Punkte ab, die für die SPD von zentraler Bedeutung sind: „Es geht um die soziale Gerechtigkeit in unserem Land, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft.“ Er machte deutlich dass es klare Unterschiede zur Union gebe. „CDU/CSU wollen, dass wir bis 70 Jahre arbeiten, mit der SPD bleibt es bei 67. Mit der Union sinkt das Rentenniveau auf 43 Prozent, mit der SPD bleibt es bei 48 Prozent. Wir haben eine doppelte Haltelinie eingebaut: Rentenniveau nicht unter 48 Prozent, Rentenbeiträge nicht über 22 Prozent.“ Der SPD gehe es um eine gerechte Steuerverteilung, um Investitionen und um höheren Löhne.

Oppermann verglich den Bundestagswahlkampf mit einem 800-Meter-Lauf. Davon seien erst 100 Meter absolviert. Das Ergebnis der Wahl sei weiter völlig offen. „Die meisten Menschen entscheiden erst kurz vor der Wahl, wem sie ihre Stimme geben. Umfragen sollte man deswegen keine große Bedeutung beimessen. Das hat sich auch bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich und bei der Wahl in Großbritannien gezeigt. Sicher ist nur eins: Wir kämpfen!“ sagte der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und kritisierte, dass der Wahlkampf durch die Union entpolitisiert werde.

Bei der anschließenden Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern, die von Hiltrud Lotze moderiert wurde, zeigte sich das starke Interesse für aktuelle politische Themen. Die Fragen reichten vom Einwanderungsgesetz über die Dieselaffäre bis hin zur Steuerpolitik und der Situation in der Türkei. „Wir können die Situation in der Türkei nicht ändern, aber wir müssen gegen Erdogan klare Kante zeigen“, sagte Oppermann nach einem Diskussionsbeitrag eines Besuchers, der mehr Unterstützung der Opposition und der 49 % der Menschen gefordert hatte, die Erdogan nicht gewählt hätten.

Hiltrud Lotze verabschiedete die Gäste mit einem Appell: „Ich hoffe, dass Sie von diesem Abend viele Informationen mit nach Hause nehmen und am 24.9. zur Bundestagswahl gehen. Ich möchte diesen schönen Wahlkreis Lüchow-Dannenberg – Lüneburg gerne weiter in Berlin vertreten und mich für die Menschen einsetzen.“ Die zahlreichen Themen und Fragen, die an diesem Abend diskutiert wurden, seien Auftrag für ihre Arbeit.

Bilder der Veranstaltung „Zuhören und handeln“ mit Thomas Oppermann